
Ernährung bei Rheuma / Arthrose
Menschen mit einer entzündlichen oder degenerativen
rheumatoiden Arthritis sollten weitgehend auf tierische Fette
verzichten. Schweinefleisch und Co. enthalten nämlich in hohen
Konzentrationen Arachidonsäure. Die Arachidonsäure ist
entzündungsfördernd. Gegenspieler zur Arachidonsäure sind viele
pflanzliche Fette.
Fastenkuren und "Ausleitung"
Von Fastenkuren weiß man, dass viele Menschen mit
rheumatischen Beschwerden oder Schmerzen aufgrund von einer
Arthrose sehr von Fastenkuren profitieren. Das Befinden dieser
Patienten bessert sich in der Regel danach. Ob langfristige
Besserung eintritt oder ob das Leiden nur kurzfristig
verschwindet entscheidet jeder selbst. Kehren sie zu ihren
Ernährungsgewohnheiten zurück, kehrt auch das alte Leiden
zurück!!!!!
Durch das Fasten wird der körpereigene Arachidonsäure - Pool
gelehrt, der mit der Zufuhr von tierischen Fetten schnell wieder
aufgefüllt wird. Aus der Arachidonsäure bildet der Organismus
entzündungsfördernde Prostaglandine und Leukotriene.
Aus der folgenden Aufstellung können Sie den Gehalt an
Arachidonsäure je 100 Gramm erkennen:
Kuhmilch 3,5 % = 4 mg; Speisequark 5 %; = 6 mg; Eigelb 34 mg;
Schweineschmalz 1700 mg; Schweineleber 870 mg; Leberwurst 230
mg; Schweinefleisch 120 mg; Rindfleisch 70 mg; Huhn 112 mg.
Schweinefleisch, Schweineleber und insbesondere
Schweineschmalz sind echte "Bomben".
Einem hohen Arachidonsäure Spiegel kann man auf zweierlei
Arten bekämpfen.
Ernährungstipps
Der erste - und auch sinnvollste Weg liegt in dem
weitgehenden Verzicht auf tierische Fette.
Der Zweite ist die vermehrte Zufuhr an
Alpha und Gamma - Linolensäure. Diese Linolensäuren
verdrängen die Arachidonsäure. Aus der Linolensäure bildet der
Körper wieder - diesmal entzündungshemmende Prostaglandine und
Leukotriene.
Bei unveränderter Kost muss man täglich zwischen 3 und 6
Gramm Alpha - Linolensäure zu sich nehmen. (kaltgepresste Soja-,
Lein-, oder Walnussöle).
Auch ein Zink-Mangel wirkt
sich negativ auf das Beschwerdebild aus.
Cortisonhaltige Medikamente führen zu einem Zinkmangel im
Körper. Zink ist aber für
viele Stoffwechselprozesse notwendig. Zink wirkt unter anderem
am Aufbau von Kollagen-Fasern mit. Gerade dieses Kollagen ist
aber für die Reparatur geschädigter Gelenke wichtig.
Jede Entzündung ist durch das Auftreten von schädlichen
Sauerstoffradikalen gekennzeichnet. Gegenspieler der
Sauerstoffradikale sind das
Vitamine C und Vitamin E.
Man nennt diese Vitamine auch
Antioxydantien.
Antioxydantien sind nur durch reichlichen Verzehr von Gemüse,
Obst, Vollkornprodukten, Nüssen etc. zu bekommen. Im Notfall
müssen diese Vitamine als Kapsel / Tablette medikamentös
hochdosiert zugeführt werden.
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