Heuschnupfen und Allergie
von Andreas Jansen
Was ist eine Allergie, was ist Heuschnupfen?
Was man heutzutage als "Heuschnupfen" bezeichnet, sollte man
besser als allergischen Schnupfen titulieren. In zunehmendem
Maße sind es nämlich nicht mehr allein die Blütenpollen, auf die
der Mensch reagiert.
Der eigentliche "Heuschnupfen" wird durch Blütenpollen
verursacht und ist damit saisonabhängig. Die Pollen können auf
den Schleimhäuten typische Symptome wie: entzündete Augen,
laufende Nase und Nießattacken hervorrufen.
In den letzten Jahrzehnten stehen aber immer mehr allergische
Reaktionen auf Hausstaub oder andere in der Luft befindliche
Stoffe im Vordergrund. Diese Reaktionen sind - je nach Allergen
- eher vom Aufenthaltsort abhängig. Ist der Mensch z. B. auf
seinen eigenen Hausstaub (angeschuldigt werden hier meistens die
Milben - oder präziser gesagt, der Milbenkot) allergisch, wird
er sich bei einem Ortswechsel (anderes Haus, oder schon der
Wechsel von Innen nach Außen) möglicherweise in kurzer Zeit
besser fühlen.
Häufigkeit:
Betroffen sind alle Lebensalter, der Gipfel für die
Ersterkrankungen liegt jedoch im Alter zwischen 10-20 Jahren.
Etwa 10% der Bevölkerung leiden unter "Heuschnupfen". In den
ersten Jahren verschlimmert sich die Allergie meist, um mit
zunehmenden Alter an Intensität abzunehmen. Bei jedem Dritten
kann sich zusätzlich auch eine Überempfindlichkeit auf bestimmte
Nahrungsmittel (z.B. Aprikose, Apfel, Nüsse, Karotte, Kiwi,
Mango) entwickeln. Weiterhin besteht in gleicher Größenordnung
die Gefahr, daß sich nach 5-15 Jahren ein allergisches
Bronchialasthma entwickeln kann. Dann entwickeln auch die
unteren Lungenschleimhäute eine erhöhte Empfindlichkeit auf
Blütenpollen mit Husten und Luftnot.
Was geht im Körper vor?
Bei betroffenen Menschen reagiert das Immunsystem mit im Blut
vorhandenen Antikörpern (IgE) gegen die Blütenpollen und
sonstigen Allergene. Im Zusammenspiel mit den weißen
Blutkörperchen (Mastzellen) wird beispielsweise das Histamin an
den Schleimhäuten freigesetzt.
Das Histamin bewirkt: an den Blutgefäßen eine Erweiterung (es
kommt zur Rötung), an den sensiblen Nervenendungen eine Reizung
(es juckt, es entsteht ein "Nießreiz"), an der Schleimhaut eine
verstärkte Flüssigkeitsproduktion (die Nase läuft).
Viele Allergene kann man schon vermuten, wenn man die
Jahreszeit kennt, in der sie auftreten. Beispiele:
Februar - April: z.B. Hasel, Birke
Mai - Juni: z.B. Gräser
Juli - Oktober: z.B. Beifuß, Nesseln
Viele dieser Pflanzen produzieren pro Saison Millionen von
Pollen, die über hunderte von Kilometern fliegen können - schon
5 Blütenpollen können bei betroffenen Menschen "Heuschnupfen"
auslösen.
Die Krankheit:
Die Beschwerden setzen akut in jedem Jahr ein und
verschwinden zum Ende der Blütezeit. Jeder Mensch reagiert
anders und ganz speziell auf die für ihn allergenen
Blütenpollen. Die Augenbindehäute erscheinen entzündet,
geschwollen, tränen und jucken. Die Nasenschleimhaut ist
geschwollen und produziert mehr Sekret. Weiterhin kann es zu
Nießattacken und Juckreiz im Rachen kommen. Weil durch
Verschlucken die Pollen auch die Darmschleimhaut "allergisieren"
können, kann es auch zu Durchfällen und Bauchschmerzen kommen.
schulmedizinische Diagnose
- Die Diagnose des Heuschnupfens wird von Ärzten durch das
Erfragen der Krankheitsgeschichte und durch Allergietests
gestellt.
- Die Krankenbefragung ist sehr wichtig! Ein Arzt, der Sie
vorher nicht fragt, stochert sicherlich nur im Heuhaufen
herum, ohne die berühmte Nadel zu finden......
- Bei dem Gespräch werden viele wichtige Informationen
gewonnen - Zeiten des Auftretens, Dauer der Symptome,
Intensität der Symptome, betroffene Schleimhäute u.a.m. Man
kann erste Vermutungen anstellen, welche Allergie zugrunde
liegt (z.B. nach Jahreszeiten oder nach Räumen oder nach
Genuss von bestimmten Nahrungsmitteln).
- Die zweite wichtige Methode bildet der Hauttest
(Pricktest). Hier wird dem Betroffenen das eventuelle Allergen
auf die Haut "geritzt". Anhand der Hautreaktion wird
abgeschätzt, ob z.B. eine Blütenallergie gegen Birke, Hasel
oder andere Stoffe vorliegt.
- Will man ganz sicher gehen, steht noch ein etwas
aufwendigeres Verfahren zur Verfügung: der RAST-Test
("Radio-Immuno-Absorbtions-Test"). Hier wird mit radioaktiv
markierten Materialien ein hochempfindlicher Nachweis auf
Antikörper (IgE) im Blut geführt.
- sollte der Pricktest nicht genügen, kann man weitere
Hauttests vornehmen.
- Bei Allergikern mit Asthma ist in bestimmten Fällen auch
ein Inhalations-Provaktionstest angezeigt.
schulmedizinische Therapie
Bei der schulmedizinischen und auch naturheilkundlichen!!!
Therapie gibt es keinen Königsweg.
Abhängig davon, wie lange Sie schon unter Heuschnupfen leiden
und wie sich die Allergie äußert, kann Ihr Arzt mit Medikamenten
helfen oder auch eine Hyposensibilisierung in Erwägung ziehen.
Die verfügbaren innerlich einzunehmenden Medikamente
bewirken, dass beispielsweise die Mastzellen weniger Histamin
("Mastzell-Protektoren" freisetzen oder die Histaminwirkung
vermindert eintritt (sogen. "Antihistaminika"). In krassen
Fällen kann auch mal die innerliche Gabe eines
Cortison-Präparates angezeigt sein.
Es sind aber auch Arzneimittel vorhanden, welche das
Immunsystem in der Nase oder den Luftwegen dämpfen können
(entweder lokale "Mastzell-Protektoren" oder lokal anzuwendende
Cortison-Sprays.)
Bei der Hyposensibilisierung werden den Betroffenen, meist in
den Wintermonaten, die Allergene in steigender Konzentration
unter die Haut gespritzt. Dadurch kann sich das Immunsystem nach
einigen Jahren der wöchentlichen Anwendung an die Blütenpollen
gewöhnen.
Klimatherapie: Insbesondere bei allergischem Asthma (weniger
beim gewöhnlichen Heuschnupfen) werden die Kranken gerne zur
Erholung entweder an die See oder aber in Gebirgslagen über 1500
m geschickt. Der Effekt hält aber leider auch nur unwesentlich
länger an, als der "Urlaub" dauert.
Naturheilkundliche Behandlungsansätze bei Heuschnupfen
Hier geht es weiter zur Heuschnupfenbehandlung durch
Akupunktur und
Homöopathie. Sie erhalten
Adressen von Hilfsorganisationen
für Allergiker, Adressen von
Matrazenhersteller und sonstige
Tipps.
Die naturheilkundliche Heuschnupfen - Kur von Biomedicus
zur Heuschnupfen und
Allergie - Kur
zur Neurodermitis - Kur
Der Biomedicus Vitamintipp bei Allergien
Mikronährstoffpräparate sind wichtig für die Behandlung von
Allergien. Fordern Sie hier unseren
kostenlosen Produktvorschlag an.
|