Migräne von der Halswirbelsäule
Auch die Halswirbelsäule kann für
migräneähnliche Schmerzen verantwortlich sein. Sogar das
migränetypische Erbrechen und der Schwindel können bei der
"Halswirbelsäulenmigräne" durch Reizung von bestimmten
Nervensträngen (Nervus vagus) auftreten.
Wenn Halswirbelgelenke zu Kopfschmerzen führen,
können diese in weit entfernte Zonen, etwa bis zu den Schläfen,
ausstrahlen. Solche Schmerzen können auch nur einseitig
vorkommen. Sogenannte spondylogene Kopfschmerzen können auch
eine Migräne simulieren.
Was ist los mit der Halswirbelsäule?
Konservative Mediziner beschuldigen degenerative
Alterungsprozesse im Körper für die Schmerzen (...........
"alles verbraucht und abgenutzt".........) und reden das selbst
25 und 30jährigen Menschen ein. Manchmal haben die Kollegen
sogar Glück und können ein passendes Röntgenbild
präsentieren......... :-)
Doch Vorsicht! Veränderungen im Röntgenbild
bedeuten noch lange nicht, daß die Schmerzen wirklich von den
"verbrauchten Wirbeln" kommen.
Nach meiner Ansicht sind diese Veränderungen
auch nicht Ursache der Schmerzen, sondern Folge von
Verspannungen, die auf der Grundlage von Wirbelfehlstellungen -
so genannten Wirbelblockaden - entstanden sind.
Als ursächlich für die meisten
Halswirbelsäulenbeschwerden sehe ich eine chronische jahrelange
Fehlbelastung der Hals und Lendenwirbelsäule aufgrund von
Gelenkblockaden und Gelenkfehlstellungen an. Die Folge:
chronische Verspannungen und Verhärtungen der
Halswirbelsäulenmuskulatur.
Sie müssen sich vorstellen, dass das gesamte
Körpergewicht auf den wenigen Quadratzentimetern der
Wirbelkörper lastet. Kommt es durch ungeschickte Bewegungen,
durch Unfälle oder ähnliche Ursachen (auch chronischer Stress,
psychische Belastungen kommen in Frage) zu einer Fehlstellung
der Gelenke, werden Teilbereiche sehr stark belastet, andere zu
gering belastet. (bestes Beispiel ist der kippelnde Tisch,
dessen Bein auch nur um 1 mm zu kurz ist).
Da der Körper aber das "kippeln" durch
Muskelanspannung versucht auszugleichen, kommt es zu
Verspannungen. Diese Verspannungen führen im Gewebe selbst zu
einer Übersäuerung des Gewebes (ähnlich wie bei einem
Muskelkater, wo ja die Muskulatur überbelastet wurde und ihren
Energiebedarf nicht mehr aus der Sauerstoffverbrennung, sondern
aus der Glukoseverbrennung gewinnt, und gleichzeitig Milchsäure
("Laktat") produziert.
Da ein verkrampfter Muskel aber gleichzeitig
schlecht durchblutet wird, kommt es immer mehr zu einer
Anhäufung von Milchsäure (Laktat) und anderen "Abfallstoffen",
die das Blut eigentlich zur "Entsorgung" an Leber und Nieren
weiterleiten sollte. Da ein Krampf aber nun mal schmerzt,
reagiert der Mensch auch darauf mit .............
Verkrampfung! (oder sind Sie etwa locker, wenn Ihnen etwas weh
tut?).
Solche Phänomene treten z. B. auf, wenn ein
Patient nicht zwei gleich lange Beine hat. Dann steht nämlich
das Becken nicht waagerecht. Weil aber die Augen über einen
Reflex (vestibulo-oculärer Reflex) eine absolute
Horizontalstellung des Kopfes erzwingen, kommt es zu einer
krankhaften Seitwärtsverbiegung der Wirbelsäule (Skoliose).
Diese führt zu einer ungleichmäßigen Belastung und zu einer
Störung im Bereich des Atlas- und Kreuzbein-Darmbeigelenks
(Sacroliliacalgelenk) und damit zu einem durch die Wirbelsäule
hervorgerufenen Kopfweh mit gleichzeitigen Schmerzen am Kreuz
und im Beckenbereich.
So entsteht ein Teufelskreislauf, aus dem nur
durch Unterbrechung der Ursachen wieder herauszukommen ist.
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Untersuchung
Sorgfältiges Abtasten der Wirbelsäule und der
Kopfgelenke und die Überprüfung der Funktion steht an aller
erster Stelle. Dies ist klar die Domäne der Dorntherapeuten und
der Chirotherapeuten sowie der verwandten Fachgebiete.
Technische Hilfsuntersuchungen
Die Röntgenuntersuchungen sollen die klinischen
Befunde bestätigen und andere Krankheiten von Knochen und
Gelenken ausschliessen, z.B. Osteoporose, Tumormetastasen und
Entzündungen wie etwa eine chronische fortschreitende Arthritis
der Atlantooccipitalgelenke.
naturheilkundliche Behandlung
In einfachen Fällen empfehlen sich warme
Umschläge oder z. b. ansteigende Nackengüsse.
Sollten diese Anwendungen nicht ausreichen
empfehle ich vorsichtige manualtherapeutische Massnahmen.
Dabei sollten keine "harten" Techniken über
plötzliche Impulse ausgeübt werden, sondern lieber die neueren
sanften Techniken mit Dehnungsübungen in der
Muskelentspannungsphase angewandt werden. Näheres dazu in der
Migränekur.
schulmedizinische Behandlung
Schulmedizinische Medikamente, die kurzfristig
zur Anwedung kommen können, sind nicht steroidale Antirheumatica
(z. B. Diclofenac etc.). Diese können mit Muskelrelaxantien (z.
B. Diazepam), kombiniert werden.
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Lumbalguß, ansteigender Nackenguß, die
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