frische Hopfendolden ins Kopfkissen zu legen. Die
Fruchtzapfen enthalten die beruhigend wirksamen Inhaltsstoffe. Hopfen
wird meist in Kombination mit anderen schlaffördernden Heilpflanzen ,
z.B. Baldrian, bei Unruhe und nervösen
Einschlafstörungen als mildes Beruhigungs- und Schlafmittel
eingesetzt. (Quelle: Biocur)Wirkstoffe, die enthalten sein können:
1 bis 3 % Ätherisches Öl (Lupulin) (2-Methyl-buten2-ol) mit Myrcen,
Harz enthält Hopfen-Bittersäuren (Humulon und Lupulon) aus den Zapfen,
Humulen, Flavonoide, Gerbstoffe
Eventuelle Wirkungen:
- beruhigend - nicht ganz so stark wie Baldrian
- fördert den Schlaf - stärker als Baldrian
- (Wechseljahre - östogenartige Wirkung?)
- ist ein mildes Magenbittermittel.
- antibakteriell (wichtig für Bierkonservierung)
- appetit- und verdauungsanregend
Eventuell mögliche Heilanzeigen, von denen teilweise berichtet
wird:
- Unruhezustände
- Angstzustände
- Schlaflosigkeit
- nervöse Magenbeschwerden
Gegenanzeigen:
keine bekannt
Nebenwirkungen:
Frische Hopfenzapfen können bei Hautkontakt zu Hautreizungen führen
(auch bekannt als "Hopfenpflückerkrankheit").
Einige Möglichkeiten der Anwendung/Dosierung:
Extract. Lupuli, Tinct. Valeriana a. a. 20,0; D.S. abends vor dem
Schlafen gehen 30 Trpf.
Am besten benutzen Sie Fertigpräparate, da die Inhaltsstoffe leicht
flüchtig sind, oder Zubereitungen aus der Apotheke.
In der Praxis haben sich Kombinationen mit anderen beruhigend
wirkenden Drogen bewährt z. B. Hopfen mit
Baldrian oder Hopfen, Baldrian und Melisse,
oder Hopfen mit Passionsblume.
In der Homöopathie wird Hopfen manchmal zur Behandlung von
Schlaflosigkeit, Hautleiden oder auch Blasenreizung eingesetzt.
Historisches und Wissenswertes:
Der Tettnanger Hopfen enthält zwischen 30000 und
300000 i. E Östrogen. Menstruationsstörungen bei Hopfenpflückerinnen
sind bekannt!
Aus den jungen Sprossen kann ein spargelähnliches
Gemüse zubereitet werden.
Botanische Beschreibung:
Familie: Cannabaceae
Bodenbeschaffenheit/Standort: über den ganzen Globus als Kulturpflanze
anzutreffen
Erscheinung: rankende Pflanze, die an Drähten nach oben wächst und
etliche Meter hoch wird.
Blätter: gestielt und lang, stehen gegenständig, lappig gesägt -
bestehend aus 3-7 Lappen,
Blüten: männlich und weiblich, die weiblichen als Scheinähren, woraus
sich die Hopfenzapfen bilden
Stängel: mit Kimmhaaren, rechtswindend
Quelle: Weiß, R. F. und Biocur
Weitere interessante Seiten zu den hier beschriebenen
Krankheitsbildern:
Bitte beachten Sie, dass auch pflanzliche Arzneimittel nicht zum
Dauergebrauch geeignet sind und befragen Sie bei länger andauernden
Beschwerden in jedem Fall Ihren Arzt.
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Nervosität,
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