Wirkstoffe, die enthalten sein können:
Ätherische Öle (hoher Thujongehalt, geringer
Cineolgehalt), Gerbstoffe, Bitterstoff Carnosol,
Flavonglycoside, Flavone, Flavonoide, Rosmarinsäure
(adstringierend, antimikrobiell, antioxidativ), Steroide
Eventuelle Wirkungen:
- Antibakteriell und entzündungshemmend
- sekretionsfördernd und hustenlösend
- schweißhemmend oder schweißtreibend (je nach
Dosierung)
- stärkend
- wundheilend
Eventuell mögliche Heilanzeigen, von denen teilweise
berichtet wird:
- übermäßige Schweißbildung, auch Nachtschweiß bei
Pubertierenden, in den Wechseljahren oder bei
Lungenkranken (genau auf die Dosis achten: starker Salbei
– Tee wirkt schweißhemmend; schwacher Salbei – Tee wirkt
schweißtreibend)
- Schweißtreibend bei Erkältungskrankheiten (Kombination
mit Lindenblüten oder Holunder)
- Entzündungen im Mund- und Rachenraum, aber auch zur
allgemeinen Mund- und Zahnpflege oder bei Zahnschmerzen,
auch Prothesendruckstellen
- Verschleimung, Grippe (auch vorbeugend)
- Dyspeptische Beschwerden (z.B. Reizmagen, Völle- und
Druckgefühl, Sodbrennen, Durchfall und Magenverschleimung)
sowie Magen-/Darmkatarrh (Tee mit ½ TL Droge)
- zur Reinigung von Leber und Niere
- eiternde Wunden, offene Beine, Furunkel und
Unterschenkel-/Fußgeschwüre (Umschläge, Waschungen oder
Bäder mit Salbeiaufguß oder verdünnter Salbeitinktur)
Gegenanzeigen:
Während der Schwangerschaft/Stillzeit kein reines
ätherisches Öl und keine alkoholischen Extrakte (hemmt u.a.
die Milchproduktion). Magenempfindliche Personen sollten
wegen möglicher Schleimhautreizungen auf die Einnahme von
Salbei verzichten. Bei bestehenden Nierenleiden nur nach
ärztlicher Empfehlung.
Nebenwirkungen:
Salbei nicht über einen längeren Zeitraum und in hohen
Dosierungen einnehmen (bei längerdauernder Einnahme können
epilepsiforme Krämpfe auftreten). Bei übertriebenem Gebrauch
wurden auch schon Pulsbeschleunigung, Mundtrockenheit u.a.
beobachtet.
Einige Möglichkeiten der Anwendung/Dosierung:
Salbei – Tee:
1 TL getrocknete Blätter (Folia Salviae) mit einer Tasse
Wasser zum Kochen bringen, abgedeckt ziehen lassen und nach
10 Min abseihen. 2-3 mal täglich eine Tasse trinken oder als
Gurgellösung verwenden.
Eine Kombination mit Kamille ist je nach Indikation
wirkungsvoll.
Salbei – Tinktur (Fertigpräparat):
mehrmals täglich ca. 20-30 Tropfen auf ein Glas Wasser
zum Gurgeln oder für Umschläge
Tipps zum Ausprobieren:
Bei Wespen- oder Insektenstichen zerstößt man frisch
gepflückte Salbeiblätter und legt sie auf die
Einstichstelle. Das lindert die Schmerzen.
Asthmatikern hilft der Rauch von Salbei und ältere
Herren, die ständig keuchen, sollen angeblich Salbeiblätter
rauchen. Auch kann man anscheinend die Luft in Räumen, in
denen längere Zeit Schwerkranke lagen, durch Räuchern mit
Salbei reinigen.
Salbei - Gurgellösung: Frische Salbeiblätter zerdrücken,
mit Weingeist bedecken und nach 8-10 Tagen (wiederholt
schütteln und lichtgeschützt stehen lassen) durch ein Tuch
in ein sauberes Fläschchen filtern. Mehrmals täglich ein
Teelöffel voll auf ein Glas Wasser.
Historisches und Wissenswertes:
In China wurde Salbei bereits 3.000 v.Chr. in der
Heilkunst erwähnt. Doch auch in Europa gehört die Salbei –
Pflanze seit alters her zu den meistverwendeten und
berühmtesten Heilkräutern. Schon der Name Salvia (lateinisch
salvare = heilen) deutet auf die außerordentliche
Wirksamkeit hin. Ein römischer Dichter schrieb: „Wie kann
der Mensch noch sterben, während Salbei wächst in seinem
Garten!“. Karl der Große erließ sogar eine Vorschrift,
wonach Salbei in allen Klostergärten angebaut werden musste.
Salbei ist zudem ein interessantes Gewürz...denken Sie
nur an die berühmten
Saltimbocca, Pasta in
Salbeibutter oder
frittierte Salbeiblättchen...da gerät man gleich ins
Schwärmen,oder???; als angenehmen Nebeneffekt macht der
zugegebene Salbei die Speisen auch noch leichter verdaulich.
Botanische Beschreibung:
Familie: Lippenblütler
Bodenbeschaffenheit/Standort: felsige, sonnige und
unfruchtbare Böden
Erscheinung: Halbstrauch 0,5 bis 1 Meter hoch
Blätter: gestielt, länglich-eiförmig, Unterseite dicht
behaart, genarbte Oberfläche, stehen gegenständig an teils
verholzten Stängeln
Blüten: violette Lippenblüten am Stängelende, mehrere 4-8
blütige Teilblütenstände übereinander, blüht Juni-Juli,
Salbei duftet nur bei Sonnenlicht
Weitere interessante Seiten zu den hier beschriebenen
Krankheitsbildern:
Atemwegserkrankungen,
Husten und Bronchitis,
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Kinderkrankheiten,
Homöopathie bei
Erkältungen,
Tipps bei Erkältungen,
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Ansteigendes Armbad,
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Vollbad,
Wickel,
Wickelzusätze,
Brustwickel,
Kartoffelwickel, Wechseljahrsbeschwerden,
Ohrkerzenanwendungen,
Heilpflanze Schachtelhalm
Bitte beachten Sie, dass auch pflanzliche Arzneimittel
in der Regel nicht zum Dauergebrauch geeignet sind und auch
Nebenwirkungen haben können - und befragen Sie bei länger
andauernden Beschwerden in jedem Fall Ihren Arzt oder
Heilpraktiker.
Bearbeitet von
Claudia
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