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Eisen
Funktion im Körper:
- Bestandteil der körpereigenen Kraftwerke (Mitochondrien),
- Sauerstoffspeicherung / Sauerstofftransport in den roten
Blutkörperchen (Hämoglobin)
- Sauerstoffspeicherung in den Muskelzellen (Myoglobin)
- Bestandteil von Enzymen und Biokatalysatoren (Katalasen,
Peroxydasen)
- Produktion von gehirneigenen Botenstoffen
(Neurotransmitter) und von Thyroxin (Schilddrüsenhormon)
Krankheiten und Symptome bei Mangelzuständen:
- Rasche Ermüdbarkeit, Schwäche und Energiemangel.
- Ständiges Frieren, permanent kalte Hände und Füße
- Reduzierte Leistungsfähigkeit der Muskulatur mit leichter
Übersäuerung -
bis hin zu Muskelkrämpfen.
- Appetitlosigkeit.
- Erhöhte Infektanfälligkeit – schlechtes Immunsystem
- Entzündung der Mundschleimhäute, trockene Haut, brüchiges
Haar, Veränderungen an den Fingernägeln und Zehennägeln.
- Verlust von Pigmenten in Haut und Haaren
- Schlechte Konzentrationsfähigkeit und schlechtes
Gedächtnis, bei Kindern sogar mit einer Verzögerung in der
geistigen und motorischen Entwicklung.
- In der Schwangerschaft Risiko von Frühgeburten oder
untergewichtigen Kindern
Wann bekommt man einen Eisenmangel?
- Bei Frauen mit starker Monatsblutung
- Nach starken Blutverlusten (Unfälle, Verletzungen,
Magen-Darm-Geschwüre, Hämorrhoiden, blutende kolorektale
Tumore, Einnahme von Schmerzmitteln (Acetylsalizylsäure,
Diclofenac etc.)
- Einnahme von cortisonhaltigen Medikamenten
- In der Wachstumsphase bei Kindern oder auch in der
Schwangerschaft
- Bei der Säuglingsernährung von älteren Säuglingen ohne
Zufüttern von normaler Nahrung
- Bei ständiger Einnahme von säurebindenden Medikamenten
(Antazida)
- Vegetarier, da pflanzliche Kost insgesamt arm an Eisen ist
- Hoher Kaffee- und Teegenuss zu den Mahlzeiten
- Bei speziellen Formen einer Magenschleimhautentzündung
(atrophische Gastritis)
- Chronische Erkrankungen (hier liegt aber weniger ein
Eisenmangel vor - eher eine Eisenverwertungsstörung
- Vitamin B6, Vitamin A und Kupfermangel
Folgende Lebensmittel sind Eisenreich:
Leber von Schwein und Rind, Fleisch (Hähnchenfleisch), Obst
(z.B. Himbeeren), Hirse, Linsen, Austern
Die biologische Verfügbarkeit von Eisen ist sehr
unterschiedlich. Sie liegt bei unter 2 % bei bestimmten
pflanzlichen Nahrungsmitteln (deshalb bekommen Vegetarier bei
nicht optimaler Ernährung leichter Anämien) und bei bis zu 20 %
bei Fleisch (Muttermilch hat eine Verfügbarkeit bis zu 50 %!).
Die tägliche empfohlene Zufuhr zur Vermeidung von
Mangelzuständen beträgt:
- Für Männer bei ca.
10 mg / tgl. (DGE)
- Für Frauen bei ca. 10 – 15 mg / tgl. (DGE)
Für therapeutische Zwecke liegt die erforderliche tägliche
Dosierung weit darüber.
Wie und wann sollte Eisen eingenommen werden.
Eisen sollte gewöhnlich zwischen den Mahlzeiten eingenommen
werden. Da Eisen jedoch recht häufig Druckgefühle im Oberbauch,
teils sogar Magenschmerzen verursacht, wird es meist zu den
Mahlzeiten eingenommen. Bei gleichzeitiger Vitamin C Einnahme
wird Eisen viel besser vom Körper aufgenommen.
Giftigkeit (Toxizität)
Eisen ist ein starkes Oxidans im Körper und kann im Übermaß
eingenommen zu erheblichen Schäden führen. Es kann eine
chronische Leberentzündung verursachen, ja sogar Leberkrebs.
Durch die oxydierende Wirkung des Eisens steigt auch die Gefahr
von Arteriosklerose und koronarer Herzkrankheit an.
Besonders gefährdet sind Menschen mit einer erblichen,
genetisch bedingten Eisenstoffwechselstörung (Hämochromatose).
Diese Stoffwechselstörung ist zwar in ihrer vollen Ausprägung
relativ selten, aber ca. 10 % der Bevölkerung hat die
Anlagen zu der Hämochromatose zur Hälfte „geerbt“. Das
heißt, dass diese Menschen auf ein
Übermaß an Eisen schlecht reagieren können.
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